Ob schlech­te Lau­ne, Depres­sio­nen, Lust­lo­sig­keit oder Win­ter­trüb­se­lig­keit. Das alles bewirkt Antriebs­lo­sig­keit, wodurch Ihre Arbeits­leis­tung unwei­ger­lich dar­un­ter lei­det, was zufol­ge hat, dass Ihr Selbst­wert­ge­fühl noch wei­ter sinkt und Sie sich noch schlech­ter füh­len, als es ohne­hin schon der Fall ist. Eine Abwärts­spi­ra­le also, die Sie immer wei­ter run­ter­zieht. Sind Sie selb­stän­dig, in Heim­ar­beit oder Frei­be­ruf­ler, dann kann so eine Abwärts­spi­ra­le der Antriebs­lo­sig­keit sogar Ihr gan­zes Geschäft rui­nie­ren. Doch gibt es natür­li­che Tricks, mit denen Sie zumin­dest 60 – 70 % der schlech­ten Lau­ne in eine gute oder zumin­dest nicht schlech­te Lau­ne umwan­deln können.

Tageslichtglühbirnen im Zimmer bewirken wahre Wunder!

Beson­ders im Herbst und im Win­ter, wo es ziem­lich schnell dun­kel wird und es auch gene­rell an Son­nen­licht man­gelt, kommt es oft zur soge­nann­ten Win­ter­de­pres­si­on. Tages­licht­lam­pen bewir­ken hier wah­re Wun­der. Durch die hel­le Far­be und die Simu­la­ti­on der Son­nen­strah­len wird die Stim­mung auto­ma­tisch auf­ge­hellt und die Lust­lo­sig­keit bekämpft. Dies wur­de durch zahl­rei­che Stu­di­en belegt. Ver­brin­gen Sie ein­fach mal test­wei­se drei Wochen lang in einem Zim­mer mit Tages­licht­lam­pe und danach drei Wochen lang in einem Zim­mer ohne Tages­licht­lam­pe. Sie wer­den den Unter­schied spü­ren. Bit­te beach­ten Sie aber, dass die Wir­kung die­ses neu­en Lich­tes nicht sofort ein­tritt, son­dern erst ca. nach einer Woche, in der Sie die­se neu­en Glüh­bir­nen abends nutzen. 

Tages­licht­lam­pen oder Tages­licht­glüh­bir­nen kön­nen Sie in spe­zi­el­len Geschäf­ten kau­fen (aber auch z. B. beim Hage­bau­markt). Ach­ten Sie beim Kauf aber bit­te dar­auf, dass es kein gewöhn­li­ches gelb­li­ches Licht (warm-weiß) sein darf, son­dern das es ein hel­les Licht (Tages­licht, auch kal­tes Licht genannt) sein muss. Denn nur ein sol­ches Licht wirkt ermun­ternd und bele­bend. Geben Sie auf Goog­le ein­fach mal „The­ra­pie­leuch­te gegen Depres­sio­nen“ oder „Licht­the­ra­pie Tages­licht­lam­pe“ ein und Sie wer­den schnell fün­dig wer­den. Sol­che Glüh­bir­nen kos­ten auch nicht groß­ar­tig mehr als nor­ma­le Glüh­bir­nen (ca. 15 Euro). Ach­ten Sie beim Kauf beson­ders dar­auf, ob für Ihre Lam­pe eine Glüh­bir­ne mit schma­lem Gewin­de (E14) benö­tigt wird oder ob eine Glüh­bir­ne mit dicke­rem Gewin­de (E27) benö­tigt wird. Es wäre ärger­lich, wenn Sie so eine Tages­licht­glüh­bir­ne bestel­len und die­se dann nicht in Ihre Lam­pe passt. Sie kön­nen sich auch einen Adap­ter kau­fen (kos­tet nur ein paar Euros), mit dem Sie E‑27-Glüh­bir­nen in einen E‑14 Ste­cker rein­dre­hen kön­nen oder andersrum. 

Zusätzlich 1 Mal pro Tag spazieren gehen (wenn Sie möchten)

Wenn Sie Zeit und Lust haben, dann kön­nen Sie zusätz­lich zur Tages­licht­lam­pe tags­über 1 Mal spa­zie­ren gehen (wenn es drau­ßen hell ist), da man drau­ßen viel Licht auf­tan­ken kann. Spa­zie­ren Sie am bes­ten an sol­chen Plät­zen, wo das Licht in star­ker Form auch unten ankommt (also mög­lichst kei­ne dich­ten Wälder).

Bei starker Depression hilft nur noch die Lichtdusche

Bei extrem win­ter-depres­si­ven Men­schen hilft hin­ge­gen nur noch die so genann­te Licht­du­sche. Das ist ein Gerät, wel­ches Sie auf dem Schreib­tisch auf­stel­len kön­nen und es den Kör­per mit bis zu 10000 Lux beleuch­tet. Das ent­spricht der Son­nen­in­ten­si­tät eines war­men Som­mer­ta­ges. All­ge­mein betrach­tet benö­tigt der Kör­per min­des­tens 2000 Lux, damit das Licht sei­ne anti­de­pres­si­ve Wir­kung ent­fal­ten kann. 2000 Lux strah­len Ihnen bei­spiels­wei­se dann ent­ge­gen, wenn Sie an einem nor­ma­len Früh­lings­tag aus dem Fens­ter schauen.

Zum Ver­gleich: Wenn Sie abends bei nor­ma­ler Innen­be­leuch­tung Zuhau­se vor dem Schreib­tisch sit­zen, erhal­ten Sie ledig­lich ca. 300 Lux, was ein­fach viel zu wenig ist, um auch nur annä­hernd eine anti­de­pres­si­ve Wir­kung ent­fa­len zu können.

Die Licht­du­sche ist also ein gutes Mit­tel, um star­ke Win­ter­de­pres­sio­nen zu bekämp­fen. Mit 100 – 200 Euro Kauf­preis ist die­ses Gerät zwar rela­tiv teu­er. Aller­dings ist der Nut­zen (näm­lich die stark ver­min­der­te Depres­si­on) auch sehr groß. Beach­ten Sie bit­te auch hier wie­der, dass Sie die posi­ti­ven Wir­kun­gen erst nach einer Behand­lungs­dau­er von ca. einer Woche spü­ren können.

Essen und trinken, was Ihnen schmeckt

Beson­ders bei einer Win­ter­de­pres­si­on tritt der so genann­te Heiß­hun­ger auf. D. h. Sie bekom­men plötz­lich ein unglaub­lich star­kes Bedürf­nis, sofort etwas Bestimm­tes essen zu müs­sen. Die­ses Bedürf­nis haben Sie oft alle 2 – 3 Stun­den über den gan­zen Tag ver­teilt. Oft sind das Süßig­kei­ten, nach denen Ihr Kör­per verlangt. 

Die­sen Heiß­hun­ger kön­nen Sie jedoch aus­nut­zen, indem Sie mit die­sem Hun­ger Ihren All­tag effi­zi­ent gestal­ten. Sie kön­nen sich z. B. im All­tag klei­ne Etap­pen­zie­le set­zen und die­se dann mit Essens­ein­hei­ten beloh­nen. Sind Sie z. B. arbeits­los und antriebs­los, dann beloh­nen Sie sich mit einem lecke­ren Kaba, sobald Sie eine Bewer­bung geschrie­ben haben. Wenn Sie wis­sen, dass nach jeder Arbeit eine klei­ne Lecke­rei auf Sie war­tet, geht das Arbei­ten fast wie von selbst. 

Beach­ten Sie aller­dings, dass Sie pro Beloh­nung kei­ne gro­ßen Men­gen essen soll­ten, son­dern immer nur eine Klei­nig­keit, damit Sie nicht stark zuneh­men. Außer­dem soll­ten Sie die Kilos vom Herbst und Win­ter durch aus­rei­chen­de Bewe­gung im Früh­ling und Som­mer wie­der abbauen. 

Frische Luft

Fri­sche Luft hilft Ihnen, sich vita­ler zu füh­len und dadurch die Depres­sio­nen etwas ein­zu­däm­men. Die not­wen­di­ge Frisch­luft­zu­fuhr haben Sie bereits schon dann, wenn Sie 1 Mal pro Tag ordent­lich lüf­ten und zusätz­lich viel­leicht eini­ge Male kurz auf den Bal­kon gehen, um die fri­sche Luft tief ein­zu­at­men. Wenn Sie Lust und Zeit haben, dann kön­nen Sie natür­lich auch spa­zie­ren gehen um den Frisch­luft­be­darf zu decken.

„Denk nicht an die Zukunft, denk nicht an die Vergangenheit“

Oft den­ken antriebs­lo­se und depres­si­ve Men­schen zu oft dar­an, was sie ges­tern oder vor einem Jahr falsch gemacht haben und was sie womög­lich mor­gen oder in einem Jahr falsch machen wer­den. Sie stei­gern sich in ein Dra­ma hin­ein, ana­ly­sie­ren jede Klei­nig­keit und zer­fres­sen sich dadurch inner­lich selbst. Dies soll­te man unbe­dingt unterbinden. 

Zwin­gen Sie sich fast fana­tisch dazu, die Ver­gan­gen­heit und Zukunft voll­kom­men aus­zu­blen­den und sich nur auf den heu­ti­gen Tag zu kon­zen­trie­ren und nur aus die­sem heu­ti­gen Tag das Bes­te zu machen. Dadurch bün­deln Sie Ihre psy­chi­schen Kräf­te immer auf den einen heu­ti­gen Tag und erbrin­gen dadurch viel grö­ße­re Leistungen. 

Das Mot­to „Denk nicht an die Zukunft, denk nicht an die Ver­gan­gen­heit“ heißt natür­lich nicht, dass Sie Ter­mi­ne ver­ges­sen sol­len usw. Die­se notie­ren Sie sich natür­lich alle auf einem Zet­tel. Das Mot­to soll Sie bloß davor bewah­ren, schon heu­te dar­an zu den­ken, was mor­gen alles pas­sie­ren könnte. 

Nur um das klar­zu­stel­len: Am Ende eines Tages kön­nen Sie abends schon ganz kurz ana­ly­sie­ren, was Sie an die­sem Tag rich­tig und was Sie falsch gemacht haben. Denn man muss ja schließ­lich aus sei­nen Feh­lern ler­nen. Danach haken Sie aber die­sen Tag bit­te unbe­dingt für immer ab und ver­bie­ten sich selbst, die­sen Tag jemals wie­der ins Gedächt­nis zu rufen. Denn Sie haben den Tag bereits ein­mal ana­ly­siert. Alles dar­über hin­aus, wo Sie dann noch wei­ter über die­sen Tag nach­den­ken, wäre depres­si­ons­för­dernd und soll­te des­halb mit aller Kraft abge­stellt werden. 

Die­ser Trick funk­tio­niert eigent­lich sehr gut, wenn Sie ihn immer wie­der üben. 

Bild­quel­le: © farb­kom­bi­nat — Fotolia.com

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