Heimarbeit: “Gold schürfen im Internet”: Seriös?

Mining Rig zum Gold schürfen in Heimarbeit

Unter den Bit­coin Anhän­gern ist der Gold­rausch aus­ge­bro­chen. Das Schür­fen der digi­ta­len Wäh­rung liegt im Trend und glaubt man den Erfah­rungs­be­rich­ten, ist damit Geld ver­die­nen in Heim­ar­beit mög­lich. Doch wie funk­tio­niert die­ser Neben­job? Ist damit Seriö­ses Arbei­ten von Zuhau­se aus über­haupt möglich?

Was sind Bitcoins?

Bit­coin, die vir­tu­el­le Wäh­rung, schlägt alle Rekor­de. Nicht weni­ge sind mit der dezen­tral ver­wal­te­ten Wäh­rung, die auf Kryp­to­gra­fie basiert, zum Mil­lio­när gewor­den. Daher wer­den Bit­coins auch „digi­ta­les Gold“ genannt. Obwohl das künst­li­che Geld nicht ange­fasst wer­den kann und das Kon­zept sehr abs­trakt daher kommt, ver­fal­len immer mehr Inter­ne­tu­ser in eine Art Bit­coin-Gold­rausch. Denn wie einst in Alas­ka kann theo­re­tisch jeder der aus­zieht, nach der Wäh­rung zu schür­fen, reich wer­den. Alles was dafür getan wer­den muss: Den Com­pu­ter ein­schal­ten. Denn jeder User ist in der Lage, das vir­tu­el­le Gold selbst zu erzeu­gen. Um mit die­ser Heim­ar­beit, die Bit­coin-Mining genannt wird, durch­star­ten zu kön­nen, ist aller­dings ein gewis­ses tech­ni­sches Hin­ter­grund­wis­sen notwendig.

Aber was macht die­ses digi­ta­le Geld so wert­voll, dass Mil­lio­nen Inter­ne­tu­ser das Bit­coin-Mining als Job von Zuhau­se aus betrei­ben? Das vir­tu­el­le Geld gibt es schon seit 2009, doch so rich­tig Auf­wind haben die Bit­coins erst seit 2013 erfah­ren. Bei Stan­dard­wäh­run­gen kann es zur Infla­ti­on kom­men, wenn mehr Geld gedruckt wird. Bit­coins haben die­ses Pro­blem jedoch nicht. Denn der Algo­rith­mus, der sie erzeugt, ist so fest­ge­setzt, dass nicht mehr als 21 Mil­lio­nen von die­sen vir­tu­el­len Mün­zen pro­du­ziert wer­den kön­nen. Der­zeit befin­den sich um die 11 Mil­lio­nen Bit­coins welt­weit im Umlauf, was einem Volu­men von über einer Mil­li­ar­de US-Dol­lar ent­spricht. Ver­gleicht man das mit der gedruck­ten Geld­men­ge von 9,8 Bil­lio­nen, die allei­ne bin­nen eines Monats in der EU im Umlauf ist, muten die Bit­coins wie ein Taschen­geld an. Doch mit den vir­tu­el­len Mün­zen ver­hält es sich wie mit dem Gold­preis: Wenn der Markt sehr klein ist, dann kön­nen schon gerin­ge Schwan­kun­gen dafür sor­gen, dass de Preis ordent­lich nach oben treibt. Da die Men­ge der Bit­coins im Vor­aus fest­ge­legt wur­de, den­ken vie­le, dass das Geld ver­die­nen damit mög­lich ist, da die vir­tu­el­le Wäh­rung dadurch eine gewis­se Wert­sta­bi­li­tät ver­kör­pert. Exper­ten gehen davon aus, dass die fest­ge­leg­te Men­ge der Bit­coins um das Jahr 2130 erreicht sein wird. Aktu­ell wer­den im Netz­werk alle zehn Minu­ten knapp 25 neue Bit­coins gene­riert. Die­se Men­ge bleibt aber nicht kon­stant, denn der zugrun­de­lie­gen­de Algo­rith­mus hat fest­ge­legt, dass sich der Bit­coin-Zuwachs alle vier Jah­re halbiert.

Wie funktioniert Bitcoin-Mining?

Die­ser Absatz wird jetzt ein biß­chen tech­nisch, was aber not­wen­dig ist, weil das Bit­coin-Mining nun­mal so funktioniert.

Die Ver­ar­bei­tung von Trans­ak­tio­nen mit Bit­coins, die dafür not­wen­di­ge Daten­ab­si­che­rung und die Syn­chro­ni­sie­rung aller Nut­zer im Netz­werk, die das Kryp­to­geld in Heim­ar­beit erzeu­gen, benö­tigt eine gewis­se Rechen­leis­tung. Die­se wird zur Ver­fü­gung gestellt, über­wacht und ver­wal­tet. Zur Sicher­heit wer­den alle Akti­vi­tä­ten der Nut­zer auf­ge­zeich­net. Man kann sich das als eine gewal­ti­ge, welt­um­span­nen­de Rechen­zen­tra­le für Bit­coins zum Geld ver­die­nen vor­stel­len. 24 Stun­den am Tag erzeu­gen Men­schen in Heim­ar­beit und im Neben­job rund um den Glo­bus Bitcoins.

Sämt­li­che Trans­ak­tio­nen, die in einem gewis­sen Zeit­raum statt­fin­den, wer­den in eine Lis­te ein­ge­pflegt. Die­se Lis­te wird „Block“ genannt. Wer die­sen Job von Zuhau­se aus erle­digt, muss sei­ne Trans­ak­tio­nen bestä­ti­gen und gleich­zei­tig in ein Kon­ten­buch ein­tra­gen. Hier­für bezahlt wird der Bit­coin-Miner in der Kryp­to­wäh­rung selbst, was Bit­coin-Trans­ak­ti­ons­ge­bühr genannt wird. Das Kon­ten­buch wird als Block­chain (Block­ket­te) bezeich­net. Jeder neue Block, der erzeugt wird, erscheint in die­ser Block­chain. Die­se Pra­xis gewähr­leis­tet, dass die­ses Sys­tem trans­pa­rent und seri­ös ist und die Trans­ak­tio­nen für jeden ein­seh­bar sind.

Damit der Daten­schutz sicher­ge­stellt ist, wird jeder neu gene­rier­te Block von den Minern als Hash auf­be­rei­tet. Die­ser „Hash“ besteht aus einer Anein­an­der­rei­hung von Zah­len und Buch­sta­ben (ist also ver­schlüs­selt). Jeder Hash ist ein­zig­ar­tig, d. h. selbst wenn nur ein ein­zi­ges Zei­chen geän­dert wird, sieht der kom­plet­te Hash dadurch anders aus.

Der Miner nutzt neben den Daten aus dem Block noch wei­te­re Daten (unter ande­rem einen Teil der Daten einer vor­her­ge­hen­den Hash aus dem letz­ten Block inner­halb der Block­chain). Das klingt zunächst kom­pli­ziert: Doch nach einer gewis­sen Zeit und Rou­ti­ne ist das Mining auch nicht schwie­ri­ger als jeder ande­re Job von Zuhau­se, da sich die glei­chen Pro­zes­se immer wiederholen.

Nun aber wei­ter: Da jeder Hash in einem Block den des vor­aus­ge­gan­ge­nen Blocks benutzt, wird eine Art „Sie­gel“ geschaf­fen. Das bestä­tigt dem Miner auf seriö­se Art und Wei­se, dass die bei­den Blocks gül­tig sind. Möch­te jemand die Trans­ak­ti­on hacken und den Block abän­dern, müss­te zu die­sem Zeit­punkt auch die Hash geän­dert wer­den. Ein Gegen­check wür­de hier sofort die Fäl­schung anzei­gen und der Hash der Block­chain nicht hin­zu­ge­fügt wer­den. Von der Sicher­heit des Sys­tems her kann dem Bit­coin-Mining somit kaum ein ande­res Sys­tem das Was­ser reichen.

Jetzt stellt sich also nur noch die Fra­ge: Lässt sich damit Geld ver­die­nen? Kann Bit­coin-Mining ein Haupt­job sein oder ist es eher Zeit­ver­treib und ein klei­ner Nebenjob?

Bitcoins schürfen — Kinderspiel oder harter Wettkampf?

Damit ein Miner Bit­coins schür­fen kann, müs­sen erst ein­mal neue Blocks erzeugt wer­den. Hier ent­steht eine Kon­kur­renz­si­tua­ti­on, da man schnel­ler sein muss als die ande­ren Miner im Sys­tem. Schafft es ein Miner, einen Hash zu erzeu­gen, bekommt er 12,5 Bit­coins. In der Block­chain gibt es dann ein Update und die ande­ren Miner im Sys­tem erfah­ren davon, was einen Anreiz für sie schafft. Denn nur durch das Mining kann die Abwick­lung der Trans­ak­tio­nen auf­recht­erhal­ten wer­den. Das Erzeu­gen eines Hashs ist rela­tiv ein­fach, was es auch abso­lu­ten Anfän­gern leicht macht, die Prin­zi­pi­en des Bit­coin-Mining zu verstehen.

Um den Wert der Kryp­to­wäh­rung sta­bil zu hal­ten und die Anzahl der vor­han­de­nen Bit­coins nicht in weni­gen Stun­den auf­zu­brau­chen, muss das Netz­werk die Pro­ze­dur erschwe­ren. Die Miner müs­sen einen soge­nann­ten Arbeits­nach­weis erbrin­gen. Mit der Zeit steigt zudem die Schwie­rig­keit des Minings an. Denn das Netz­werk akzep­tiert nicht jeden alten Hash. Es ist viel­mehr ein bestimm­tes Aus­se­hen erfor­der­lich, z. B. eine bestimm­te Anzahl der­sel­ben Zif­fern am Anfang oder eine gewis­se Abfol­ge in der Rei­hung. Die Mög­lich­keit, das Aus­se­hen des Hashs vor der Gene­rie­rung zu erfah­ren, besteht nicht, da jeder Daten­satz, der hin­zu­ge­fügt wird, des­sen Erschei­nungs­bild verändert.

Die Trans­ak­tio­nen im Block selbst sind für Miner tabu. Sie müs­sen jedoch die indi­vi­du­ell ver­wen­de­ten Daten ver­än­dern, damit ein neu­er Hash erzeugt wer­den kann. Dafür bedie­nen sie sich des Stücks eines ande­ren Daten­sat­zes, der als „Non­ce“ bezeich­net wird. Passt der Non­ce nicht auf das Mus­ter des Hashs, ändert sich die Non­ce als auch der kom­plet­te Hash. Im Grun­de genom­men ver­hält es sich hier wie nach dem Prin­zip von Ver­such und Irr­tum, da es eini­ge Anläu­fe braucht, um eine kom­pa­ti­ble Non­ce zu fin­den. Sobald die Non­ce gefun­den wur­de, wer­den die Bit­coins an alle betei­lig­ten Miner ent­spre­chend ihrer erbrach­ten Leis­tung ver­teilt. Das ist dann der Punkt, an dem mit Bit­coins Geld ver­dient wird.

Wie gesagt: Es hört sich alles erst­mal kom­pli­ziert an, aber nach eini­gen Durch­läu­fen kehrt auch in die­ser Arbeit die ein­fa­che Rou­ti­ne ein, da die Arbeits­ab­läu­fe immer gleich sind.

In Heimarbeit mit Bitcoins Geld verdienen — die technische Ausstattung

Wir kön­nen also bis hier­her erst­mal fest­hal­ten: Bit­coin-Mining ist seri­ös. Und in der Tat ist es für vie­le Miner oder wel­che, die es noch wer­den wol­len, ver­lo­ckend, die­sen Job von Zuhau­se aus erle­di­gen und auf die­se Wei­se mit Heim­ar­beit Geld ver­die­nen zu kön­nen. Da aber jeder, der einen PC oder Lap­top zu Hau­se ste­hen hat, die­se Heim­ar­beit betrei­ben kann, ist der Markt umkämpft.

Bit­coins wer­den vor allem durch leis­tungs­star­ke Gra­fik­kar­ten pro­du­ziert. Ein ein­fa­cher PC mit einer mit­tel­mä­ßi­gen Gra­fik­kar­te lohnt sich für das Schür­fen von Bit­coins daher kaum noch, da er mehr Strom kos­tet als er Bit­coins erzeugt. Der Run auf Bit­coin-Mining hat das Sys­tem kom­ple­xer wer­den las­sen, was den Erfolg im Allein­gang bei die­ser Heim­ar­beit nicht mehr so wie in den Jah­ren zuvor garan­tiert. Ohne eine ent­spre­chen­de Soft­ware, den ASIC Minern und leis­tungs­star­ken Gra­fik­kar­ten ist Bit­coin-Mining in Heim­ar­beit nicht pro­fi­ta­bel. Zu den Inves­ti­tio­nen in die Hard­ware, die sich locker auf 2000 Euro belau­fen kön­nen, kom­men immense Strom­kos­ten hin­zu, da die Gra­fik­kar­ten Tag und Nacht lau­fen soll­ten, um mög­lichst vie­le Bit­coins zu schür­fen. Wer gar in einen der stärks­ten Miner inves­tie­ren möch­te, der auf dem Markt aktu­ell erhält­lich ist, ist min­des­tens 4000 Euro los. Ver­ein­facht aus­ge­drückt ist ein Miner nichts wei­ter als ein gro­ßer Kas­ten mit vie­len leis­tungs­star­ken Gra­fik­kar­ten dran, den Sie am bes­ten im Kel­ler Tag und Nacht lau­fen las­sen, da er viel Wär­me erzeugt.

Um bei einem ganz simp­len Rechen­bei­spiel für die­se seriö­se Heim­ar­beit zu blei­ben: Möch­te jemand damit von Zuhau­se aus arbei­ten und inves­tiert in alle Kom­po­nen­ten (vor allem Gra­fik­kar­ten) 2100 Euro, dann fal­len pro Jahr bei einem Durch­schnitts­ta­rif von 29 Cent/kWh 2400 Euro Strom­kos­ten zusätz­lich an. Das bedeu­tet: Ein Miner muss pro Tag min­des­tens Kryp­to­wäh­rung in Höhe von zehn Euro gene­rie­ren, damit sich das Arbei­ten von Zuhau­se aus wenigs­tens ein biss­chen lohnt (365 Tage x 10 Euro = 3.650 Euro). Die­se Rech­nung funk­tio­niert aller­dings nur unter der Prä­mis­se, dass die Anla­ge stö­rungs­frei läuft. Fällt der Kurs für Bit­coins, lohnt sich die­se Heim­ar­beit noch weniger.

Um also Mining als seriö­se Heim­ar­beit betrei­ben zu kön­nen, soll­te neben dem tech­ni­schem Know-How für die Hard­ware auch ein ent­spre­chen­des wirt­schaft­li­ches Ver­ständ­nis vor­han­den sein (aktu­el­le Kos­ten + aktu­el­ler Umsatz immer wis­sen), damit das eige­ne Bit­coin-Mining in Heim­ar­beit auch immer pro­fi­ta­bel läuft.
 

Ist Cloud Mining als seriöse Heimarbeit besser geeignet?

Die hohen Kos­ten und Risi­ken haben Miner dazu gebracht, nach ande­ren Wegen zu suchen, um das Kryp­to­geld zu schür­fen. Die Indus­trie hat auf die­se Nach­fra­ge ent­spre­chend reagiert. So kann man statt der Inves­ti­ti­on in ein eige­nes Mining-Sys­tem Rechen­ka­pa­zi­tät auf einer soge­nann­ten Cloud anmie­ten oder kau­fen. Der Anbie­ter sorgt für die ent­spre­chen­de Infra­struk­tur, sodass die Hard­ware nicht sel­ber ange­schafft wer­den muss.

Die ange­mie­te­te Rechen­leis­tung vari­iert von Anbie­ter zu Anbie­ter. Gewöhn­lich kön­nen Miner, die ihre Arbeit von Zuhau­se aus erle­di­gen, ihre Rechen­leis­tung in Kilo‑, Mega‑, Tera- oder auch Peta-Has­h­es in der Sekun­de erwer­ben. Damit ist für den Miner ersicht­lich, wie vie­le Has­h­es bin­nen einer Sekun­de vom Sys­tem berech­net wer­den kön­nen, um einen geeig­ne­ten Block aus­fin­dig zu machen. Ist der Hash­wert hoch, steigt auch die poten­zi­el­le Aus­schüt­tung von Bit­coins. Wer die­se Heim­ar­beit hoch­pro­fi­ta­bel betrei­ben will, kommt nicht umhin, eine extrem hohe Rate zu wäh­len. Das Sys­tem garan­tiert jedoch auch bei nied­ri­ge­ren Raten erfreu­li­che Anfangs­er­fol­ge. Denn selbst nied­ri­ge Hash­wer­te füh­ren zu Aus­schüt­tun­gen, da der Miner pro­zen­tu­al am Erfolg betei­ligt wird.

Man­che Anbie­ter schüt­ten die Bit­coins täg­lich aus, ande­re ein­mal pro Woche. Vor schwar­zen Scha­fen ist man bei der Heim­ar­beit jedoch nicht gefeit, da nicht jeder Anbie­ter seri­ös ist. Daher soll­ten die geschürf­ten Bit­coins immer direkt ange­for­dert wer­den, da so man­cher Pro­vi­der (Anbie­ter) schon mit­samt dem Kryp­to­geld von der Bild­flä­che ver­schwun­den ist.

Die Herausforderungen im Cloud Mining

Wen der Gold­rausch packt, um mit dem Arbei­ten von Zuhau­se seri­ös Geld ver­die­nen zu kön­nen und sich für Cloud Mining ent­schei­det, muss fol­gen­des im Hin­ter­kopf behal­ten: Für die Anbie­ter selbst ist das ein schwe­res Geschäft, wes­we­gen sie sehr knapp kal­ku­lie­ren müs­sen. Denn die Hoch­pha­sen, in denen Bit­coins am lau­fen­den Band und sogar von zu Hau­se aus leicht geschürft wer­den konn­ten, sind vor­bei. Damit die Kon­kur­renz­fä­hig­keit erhal­ten bleibt, müs­sen die Cloud-Anbie­ter des­halb rie­si­ge Ser­ver­far­men betrei­ben. Dadurch steigt logi­scher­wei­se die Rechen­power im gesam­ten Bit­coin-Netz­werk und es wird schwe­rer, neue Bit­coins zu schürfen.

Wer sich für das Geld­ver­die­nen mit Cloud Mining ent­schie­den hat, kauft bei einer Cloud die Rechen­leis­tung immer für zwei Jah­re, bei man­chen Anbie­tern sogar lebens­läng­lich. Mit der gekauf­ten Rechen­leis­tung kann man am Anfang noch gut Geld ver­die­nen. Doch wenn die Gesamt­leis­tung im Netz­werk ange­ho­ben wird, ist die gewähl­te Rate mög­li­cher­wei­se zu lang­sam, um im Wett­be­werb mit ande­ren Minern Schritt hal­ten zu können.

Man­che Cloud-Anbie­ter besit­zen kei­ne eige­ne Hard­ware, son­dern betrei­ben eine Art Schnee­ball­sys­tem (Betrug). Sie sam­meln neue Kun­den und schüt­ten regel­mä­ßig klei­ne Geld­sum­men an alle Mit­glie­der aus (angeb­lich aus dem Schür­fen von Bit­coins). Doch die­se aus­ge­schüt­te­ten Geld­sum­men stam­men nicht aus dem Bit­coin-Schür­fen son­dern aus den Gel­dern der neu­en Mit­glie­der, die dazu miss­braucht wer­den. Die­se Ange­bo­te locken mit hohen Gewin­nen, doch das Sys­tem bricht zwangs­läu­fig zusam­men, wenn kei­ne neu­en Kun­den mehr gewon­nen wer­den kön­nen, mit deren Gel­dern alle Mit­glie­der aus­ge­schüt­tet werden.

Wer Cloud Mining seri­ös betrei­ben möch­te, um Geld zu ver­die­nen, kommt des­we­gen nicht umhin, vor dem Start umfang­rei­che Recher­chen über die ein­zel­nen Anbie­ter anzu­stel­len (z. B. in Inter­net-Fach­fo­ren usw.).

Ist Geld verdienen mit Cloud Mining möglich?

Die Fra­ge, ob Geld ver­die­nen mit Cloud Mining heut­zu­ta­ge noch mög­lich ist, kann pau­schal nicht beant­wor­tet wer­den, da es auf vie­le Fak­to­ren ankommt. So lan­ge der Hype um die Kryp­to­wäh­run­gen noch anhält, wird es immer wie­der Glücks­su­cher geben, die mit die­ser Arbeit von Zuhau­se aus das gro­ße Geld machen wol­len. Mehr Nut­zer bedeu­ten aber auch eine stei­gen­de Schwie­rig­keit, da die Rechen­leis­tung ange­passt wer­den muss. Als Inves­tor im Cloud Mining soll­te man des­halb auf jeden Fall rea­lis­tisch mit der Ren­di­te­er­war­tung sein.

Fazit: Lohnt sich Bitcoin-Mining oder nicht?

Bit­coin-Mining in Eigen­re­gie lohnt sich heut­zu­ta­ge beim aktu­ell nied­ri­gen Bit­coin-Kurs nor­ma­ler­wei­se nicht, da die Strom­kos­ten zum Schür­fen der Bit­coins zumin­dest in Deutsch­land höher sind als der Ertrag durch die geschürf­ten Bit­coins. Falls man aller­dings Zugang zu kos­ten­lo­sem Strom hat oder Strom extrem güns­tig bezieht, dann kann es sich durch­aus loh­nen. Dafür gibt es im Inter­net spe­zi­el­le Rech­ner, in die man sei­nen eige­nen Strom­preis ein­ge­ben kann und dann berech­net wird, ob sich das Schür­fen bei die­sem Strom­preis lohnt oder nicht.

Link zum Rech­ner: Cryp­to­com­pa­re

Infos zur Bedie­nung des Rechners

Mitt­ler­wei­le haben vie­le Miner die Schwie­rig­keit des Bit­coin-Minings erkannt und schlie­ßen sich zu soge­nann­ten Pools zusam­men. Das bedeu­tet, dass die Rech­ner­leis­tun­gen gebün­delt wer­den, die Kos­ten für die Hard­ware geteilt wer­den und die Gewin­ne dann antei­lig aus­ge­schüt­tet wer­den. Durch die­se Bün­de­lung der Kräf­te lässt sich Bit­coin-Mining oft­mals noch pro­fi­ta­bel betrei­ben, wenn die gebün­del­ten Rech­ner­leis­tun­gen groß genug sind.

Wir kön­nen aber in jedem Fall fest­hal­ten, dass bei Bit­coin-Mining – egal ob selbst schür­fen, Cloud Mining oder Mining Pool – der Pro­fit sich für gewöhn­lich bei eini­gen dut­zen­den, höchs­tens eini­gen hun­der­ten Euros pro Monat bewegt und dies dann höchs­tens als Neben­er­werb ange­se­hen wer­den kann und man dies eher als Hob­by und nicht als ver­läss­li­che Ein­kom­mens­quel­le anse­hen sollte. 

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